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Wissen ist gut – Kontrolle ist besser

Alles rund um das Thema Bau bedarf regelmäßigen Kontrollen. Von einzelnen Herstellungsprozessen diverser Teile hin bis zum finalen Aufbau von Gerüst und Co. Das dürfte soweit jedem klar sein und liegt auch auf der Hand – mehrere Augen sehen immerhin immer mehr, als lediglich zwei.
Doch genau diese Tatsache entwickelt sich dank Covid-19 aktuell zu einem Problem: Die Kontrollen.
Aus Sicht der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (kurz IG Bau) bricht das Kontrollsystem aktuell stark zusammen oder erliegt teilweise gänzlich. Grund dafür? Die stetige Kürzung von Personal (sei es durch Kurzarbeit, HomeOffice, etc.) und die damit einhergehende Zeitnot tragen dafür Sorge, dass immer weniger Kontrollen im Bausektor getätigt werden können.
Ämter für Arbeitsschutz sind teilweise auf HomeOffice gestellt. Und was bringt das im Umkehrschluss mit sich? Ganz klar – deutlich weniger Kontrollen auf den Baustellen.
Der Bundesvorsitzende der IG Bau, Herr Robert Feiger, gibt mit Bedenken bekannt, dass einige Bundesländer den Arbeitsschutz sehr schleifen lassen. Wegen den Regelungen durch Corona. Aber auch gerade dieses Thema – Covid 19 – ist dadurch erheblich betroffen. So könne nun auch keine Prävention bezüglich des Infektionsschutzes geleistet werden. Denn ob die entsprechenden Schutzmaßnahmen eingehalten werden, lässt sich vom HomeOffice aus ja eben nicht beurteilen.
Doch gerade unangemeldete Kontrollen seien ein sehr wichtiges Instrument um vorliegende Verstöße an und um den Bau herum aufdecken zu können – egal, um welches Sicherheitsthema es sich hierbei handelt. Es sei nicht wirklich nachvollziehbar, weshalb Aufsichtspersonen nicht in Betriebe oder Baustellen gelassen werden.
Feiger hat hierzu eine klare Meinung: Wenn Personen, welche sich professionell um den Infektionsschutz am Arbeitsplatz kümmern sollen dies nicht mehr dürfen, wäre dies absolut absurd. Schützen wäre schließlich ihr ausgeübter Job. Und gerade unter dem Aspekt, dass die Infektionszahlen erneut in die Höhe gegangen sind, wäre es dringend notwendig, dass eben jene Personen, welche für den nötigen Schutz sorgen, ihre Arbeit wieder aufnehmen dürfen und nicht im HomeOffice sitzen.

Die Arbeit auf Baustellen geht nämlich trotz Corona weiter – denn die Auftragslage in der Bauwirtschaft sei nach wie vor gut, so die IG Bau. Und somit muss auch weiterhin für korrekten Schutz Sorge getragen werden.

Weniger Kontrollen – mehr Tote

Laut Statistik der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) seien in den ersten drei Quartelen des Jahres 2020 bereits 87 Unfälle mit tödlicher Folge im Baubereich geschehen.
2019 lag diese Zahl im gleichen Bemessungszeitraum noch bei 67. Demnach gibt es in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 bereits circa 30 Prozent mehr tödliche Arbeitsunfälle, als im Jahr zuvor.
Selbstverständlich zieht man hier nun den Schluss, dass aufgrund von zurückgehender bis gar nicht stattfindender Kontrollen auch die Sicherheitsmaßnahmen nicht mehr eingehalten werden, was letztlich zu den erhöhten Todesfällen führt.
Die Berufsgenossenschaft kontrolliert nach wie vor so gut es möglich ist. Allerdings können diese Kontrollen keinesfalls den Wegfall der staatlich durchgeführten Kontrollen auffangen und somit dieses enorme Loch nicht stopfen.

Wir sind für euch da – seid Ihr es für euch selbst ebenfalls!

Somit eine Bitte von uns an euch: Passt gut auf euch auf und haltet euch an die vorgegebenen Regeln – ganz gleich, ob es um Arbeitsschutz mit oder ohne Corona geht. Die Gesundheit von uns allen ist das wichtigste Gut und bedarf deshalb enormen Schutz.

(Quelle: Allgemeine Bauzeitung / Freitag 04.12.2020 / Ausgabe Nr. 49)

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Veröffentlicht von

Thomas Witt

geboren 1980
Seit Mai 2015 bei GH Gerüsthandel tätig
Team-Leiter und Vertriebsmitarbeiter


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