12.09.2022
Ratgeber
Wenn es darum geht, hohe Hecken zu schneiden, kann das richtige Gerüst den entscheidenden Unterschied ausmachen. Wir zeigen dir, worauf du bei der Wahl deines Gerüsts für den Heckenschnitt achten solltest.
Grundsätzlich gilt: Je höher deine Hecke, desto höher muss natürlich auch das Gerüst sein. Aber auch die Breite der Hecke spielt eine entscheidende Rolle. Wenn du mit einer besonders breiten Hecke arbeitest, brauchst du ein breiteres Gerüst, damit du alle Bereiche bequem erreichen kannst.
Weiterhin musst du die Art des Geländes beachten. Für unebenes Gelände eignet sich beispielsweise kein fahrbares Gerüst und du musst vorab mögliche Höhenunterschiede anpassen.
Und mal ehrlich: Am Ende des Tages liegt es in deinem eigenen Ermessen und deinen handwerklichen Fähigkeiten, womit du dich am wohlsten fühlst. Wenn du dich in der Höhe unsicher fühlst, macht ein Gerüst mit sicheren Geländern mehr Sinn, als wenn du mit einer einfachen Leiter unterwegs bist.
Zum richtigen Heckenschnitt benötigst du einen Bindfaden oder eine Schnur. Auch einige Holzlatten oder Pfosten machen als Schnitthilfe Sinn. Lege Nägel, eine Heckenschere und einen Hammer parat. Für große Hecken bediene dich eines professionellen Gerüsts für Hecken.
Auflistung der Utensilien für deinen Heckenschnitt
Vielleicht noch ein Wort zur Heckenschere. Hier gibt es zahlreiche Modelle. Für kleine Hecken reicht eine Hand-Heckenschere in jedem Fall aus. Solltest du eine große Hecke schneiden, macht es Sinn über eine Elektro-Heckenschere nachzudenken. So schneidest du schneller und musst eine nicht so große manuelle Kraft aufwenden. Gerade in der Höhe wird dir das elektrische Modell sehr von Nutzen sein. Wie bei jedem handwerklichen Vorhaben gilt: Je öfter du deine Hecke schneidest, desto leichter wird es. Übung macht bekanntlich den Meister.
Die gute Nachricht vorab: Mehr als 1x/Jahr braucht deine Hecke keinen Rückschnitt. Hecken treiben im späten Frühjahr oder Sommer aus. Insofern liegt der optimale Zeitpunkt zum Schneiden deiner Hecke im Frühling. Achte darauf, erst nach der Blütezeit damit zu beginnen. Auch das Wetter spielt eine Rolle für deinen Heckenschnitt. Achte darauf, dass die Temperaturen nicht unter 5°C fallen.
Es kann durchaus vorkommen, dass es sich Vögel in deiner Hecke bequem gemacht haben. Manche Nester siehst du mit bloßem Auge. Andere bleiben gut versteckt, vor allem, wenn deine Hecke einen sehr dichten Wuchs aufweist. In diesem Fall klopfe deine Hecke gut ab. Falls hier ein Vogel nistet, wirst du ihn zwar damit stören, ihn aber auch zur Flucht bewegen. So findest du heraus, ob du gerade „Hecken-Besucher" hast. Falls du ein Nest findest, warte bitte mit dem Hecke schneiden. Es ist keine gute Idee, das Nest einfach zu „versetzen". Sobald deine tierischen Nachbarn ihre Brutzeit beendet haben und sich wieder verabschieden, legst du los.
Bevor die Heckenschere den finalen „Feinschnitt" erledigt, solltest du für große Hecken ein Gerüst für den „Grobschnitt" aufbauen. Nutze dafür deine Schnur oder Holzlatten. Spanne die Schnüre an jeder Seite der Hecke. Wenn du ein Holzgerüst selbst anfertigen möchtest, schlage vorab Pfosten an die beiden Seiten der Hecke. Lege die Schnitthöhe unter Zuhilfenahme einer Querlatte fest. Sie wird die Pfosten fixieren. Noch einfacher geht's, wenn du dein Gerüst leihst oder ein eigenes anschaffst.
Jetzt kommt deine Heckenschere zum Einsatz. Arbeite dich Schritt für Schritt entlang deiner Orientierungshilfe. Am besten geht das von oben nach unten. Beachte bei deinem Heckenschnitt, dass die Sonne jeden Teil des Buschwerks erreicht. Schneide nie senkrecht nach unten. Vermeide außerdem Trichterformen. Am unteren Ende sollte die Hecke immer breiter sein als oben. Warum? Nun, so erhälst du das gleichmäßige Grün deiner Hecke und vermeidest Kahlstellen.
Hast du schon einmal über andere Heckenformen nachgedacht? Wellen zum Beispiel sind eine hübsche Spielerei. Spanne dafür ein dickes Seil an 2 Pfosten und lasse es einfach durchhängen, und zwar so, wie du dir die Wellenform deiner Hecke final vorstellst. Schneide jetzt mit der Heckenschere entlang des herabhängenden Seils und deine Hecke erhält die gewünschte Wellenform.
Ob du dein Gerüst zum Hecke schneiden mietest oder kaufst, hängt davon ab, wie flexibel du sein möchtest. Bei einer Gerüstmiete brauchst du dir keinerlei Gedanken über den Auf- oder Abbau zu machen. Hier übernimmt der Gerüstbauer nicht nur den Transport, sondern auch die Montage und Demontage. Bei einem Gerüstkauf bleibst du mit deinen Arbeitszeiten flexibel, da keine Standgebühren anfallen. Außerdem hast du die Möglichkeit, dein Gerüst wieder zu verkaufen, falls du es nicht mehr benötigen solltest.
Du benötigst selbstverständlich nicht für jeden Heckenschnitt ein Gerüst. Kleine Hecken schneidest du einfach und zügig. Für großes Buschwerk solltest du dir allerdings nicht nur mehr Zeit nehmen, sondern auch eine gute Vorbereitung treffen. Dazu gehört nicht nur das richtige Schneidewerkzeug, sondern auch das optimale Gerüst. Falls du Fragen dazu hast, rufe uns gern an.