Alle Wetter: Wetterschutzdächer im Gerüstbau sind immer spezielle Lösungen

Ein Dach für alle? Leider greift diese simple Annahme im Gerüstbau nicht. Denn jedes Bauwerk und Bauvorhaben ist einzigartig. Und auch die örtlichen Gegebenheiten, die bei der Konstruktion geeigneter Wetterschutzdächer berücksichtigt werden müssen, sind selten miteinander vergleichbar. So bleiben Wetterschutzdächer eine Herausforderung für den Gerüstbau – aber eine, die sich mit technischem Know-how, Erfahrung und den richtigen Gerüst- und Wetterschutzsystemen regelkonform und fachgerecht lösen lässt.

Wetterschutzdächer – diese Regeln sind zu beachten

Definiert werden Wetterschutzdächer als temporäre Dächer und Einhausungen. Diese können gemäß der DIN EN 16508 „Temporäre Konstruktionen für Bauwerke - Einhausungskonstruktionen – Leistungsanforderungen, Entwurf, Konstruktion und Bemessung" aus Gerüstmaterial konstruiert werden. Die genannte DIN-Norm regelt und definiert sämtliche Leistungs-, Entwurfs-, Bemessungs- und Konstruktionsanforderungen an temporäre Wetterschutzdächer. Auch auf möglicherweise zusätzlich geltenden Normen wie die DIN EN 12811 Arbeitsgerüstkonstruktionen oder die DIN EN 1993 Stahlbauten wird unter anderem verwiesen. In jedem Fall ist bei der Konstruktion von Wetterschutzdächern immer darauf zu achten, dass sowohl das betreffende Gerüst in der Lage sein muss, den Horizontalkräften standzuhalten, wie auch das Bauwerk selbst, welches mit der temporären Einhausung geschützt werden soll.

Temporäre Dächer und Einhausungen – diese Bauarten sind möglich

Wetterschutzdächer können, je nach Anforderung, auf ganz unterschiedliche Art und Weise erbaut werden. So kann ein Wetterschutzdach auf ein bestehendes Dauerbauwerk, auf einem Gerüst oder einer anderen temporären Konstruktion wie z.B. einem Stahlrahmen aufgelagert werden. Eine ebenfalls temporäre Wetterschutzwand kann laut der DIN EN 16508 von einer separaten Konstruktion getragen werden. Als Wetterschutzdächer bezeichnet werden zudem Einhausungen, die als komplette temporäre Konstruktionen aus einem Dach, Wänden und zugehörigen temporären Auflagern bestehen. Ganz gleich, welche Art von Wetterschutzdach konstruiert werden soll – die Planung und Konstruktion derartiger temporärer Einhausungen ist immer ein komplexes Miteinander aus geltenden Normen, wirtschaftlicher Realisierung und natürlich der erforderlichen Standsicherheit. Zudem zu beachten sind, wie bei allen Gerüstbauten, auch bei Wetterschutzdächern eine stimmige Baustellenlogistik, die vorausschauende Planung von Flächen für die Vormontage und Krangestelle, die Gewährleistung sicherer Zugänge sowie die Absturzprävention und Absturzsicherung.

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Veröffentlicht von

Thomas Witt

geboren 1980
Seit Mai 2015 bei GH Gerüsthandel tätig
Team-Leiter und Vertriebsmitarbeiter


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