So sichern Sie Ihr Werkzeug auf dem Gerüst richtig

Wir kennen das aus der Physik: Je höher der Fall, desto größer die Energie, mit der ein Gegenstand aus der Höhe fällt. Aus diesem Grund sind Gerüstmonteure bei Montagearbeiten doppelt gefährdet. Zum einen, weil sie natürlich zunächst selbst einmal zu der Gruppe der Absturzgefährdeten zählen. Aber auch, weil sich bei der Montage in der Höhe Werkzeuge lösen und dadurch andere gefährden können – im freien Fall. Laut der Statistik des DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) passierten 2014 über 26 000 meldepflichtige Unfälle. 31 davon endeten tödlich. Unfallursache: herabfallende Gegenstände. Um derartige Unfälle zu vermeiden und Leben nicht zu gefährden, ist es besonders wichtig, dass das Werkzeug richtig gesichert wird. Die wichtigsten Tipps zum Fallschutz von Werkzeugen haben wir deshalb hier nochmals kompakt zusammengefasst.

Werkzeuge sicher am Körper tragen

Sämtliche Arbeitsutensilien sollten sicher am Gürtel oder an der Arbeitstasche mittels Ösen oder Karabinern befestigt werden. Auch ist es möglich, Werkzeuge am Handgelenk zu befestigen. Dies vorzugsweise mithilfe individuell verstellbarer Bänder. Der Grund: Die befestigten Werkzeuge dürfen den Arbeiter nicht bei seiner Arbeit behindern und müssen praktisch in der Handhabung sein. Nur dann ist gewährleistet, dass der sicheren Anbringung auch Sorge getragen wird – bis hin zu Schrauben und anderen Kleinteilen. Diese sollten ebenfalls gesichert werden. Am besten in spezifischen Behältnissen, die dann am Gurt festgemacht werden. Keine Öse zur Befestigung am Werkzeug? Kein Problem: Mithilfe spezifischer Silikonklebebänder können Arbeitsmittel an Gurtbändern fixiert werden. Zum eigenen Schutz: Der Schutzhelm ist Pflicht! Die Auswahl der wirklich benötigten Werkzeuge die Kür: Tragen Sie nur mit sich nach oben auf das Gerüst, was Sie wirklich brauchen. Unnötiger Ballast darf unten bleiben.

Schutzmaßnahmen am Gerüst

Zur Sicherheit aller Arbeiter auf dem Gerüst haben sich Auffangnetze bewährt. Diese hindern herabfallende Gegenstände am freien Fall. Zusatzmaßnahmen wie ein Seitenschutz oder Geländer können Unfällen durch herabfallende Gegenstände ebenfalls vorbeugen.

Alle Jahre wieder: das Sicherheitstraining

Das jährliche Sicherheitstraining ist für jeden Gerüstbauer verpflichtend. Hierbei werden spezifische Fallsicherungsmaßnahmen ebenso trainiert wie Maßnahmen zur Rettung. Und natürlich wird bei diesen Trainings auch wieder in Erinnerung gebracht, wie man sich selbst optimal schützen kann, welche neue Lösungen zur Werkzeugsicherung sowie zum Schutz der Person es gibt und wie man seinen Blick schult – um mögliche Gefahren rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern.

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Veröffentlicht von

Thomas Witt

geboren 1980
Seit Mai 2015 bei GH Gerüsthandel tätig
Team-Leiter und Vertriebsmitarbeiter


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